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Schweizer Expertengespräch mit Peter Walt und Jan Neuenschwander

von Dexcom Redaktion

Schweizer Expertengespräch mit Peter Walt und Jan Neuenschwander

Die COVID-19-Pandemie hat unsere Gesellschaft mit voller Wucht getroffen. Menschen sind verunsichert und stellen sich Fragen zum ‚new normal’. Aktuell ist durch #StayAtHome der Austausch mit anderen Menschen eingeschränkt.

Der D>>Talk, das neue Live Event Format von Dexcom, will hier für ein wenig Abhilfe sorgen, Fragen beantworten und Wissen teilen. Am Abend des 22. April haben sich digital unterhalten: Peter Walt, Schweizer Radio Moderator und Journalist, seit 1983 Diabetiker Typ 1, und Jan Neuenschwander, Profi Hockeyspieler, Stürmer beim Schweizer Club SCB, Diabetiker Typ 1, er hat die Corona Erkrankung hinter sich.

Positiv auf Corona getestet

Positiv auf Corona getestet zu werden – davor fürchten sich viele, insbesondere, wenn man einen möglichen Risikofaktor wie Diabetes in sich trägt. Jan Neuenschwander hat es erlebt und erzählt im D>>Talk, wie er Ansteckung und Krankheit erduldet hat. Er schildert anschaulich, wie es begann: die ersten Symptome wie sehr starke Gliederschmerzen, Kopfweh, der Druck auf der Lunge, und wie schnell es dann ging - Fieber, Schüttelfrost und mit dem positiven Test die Gewissheit, Corona.

Jan Neuenschwander ist Profisportler, 27 Jahre alt und top fit. Er erklärt, wie für ihn die Erkrankung auch in psychischer Hinsicht war: «Wie wird sich das auf den Körper auswirken?» Die Ungewissheit, was der nächste Tag bringen wird. Für zwei Wochen waren er und seine Freundin in der Wohnung isoliert. Erst nach vier Wochen ist der Druck auf der Lunge nun besser. Und, wie bei vielen Diabetikern, die krank sind: Die Glukosewerte waren deutlich erhöht; er brauchte viel mehr Insulin.

(K)ein höheres Risiko

Bezüglich Corona, was gilt es für Menschen mit Diabetes zu beachten? Es ist klar, dass man zu dieser neuartigen Erkrankung jeden Tag dazu lernt. Diabetes kann allgemein als unabhängiger Risikofaktor für schwere Verläufe gesehen werden. Aber aktuell weiss man noch nicht, ob Menschen mit Typ 1 oder Typ 2 wirklich ein höheres Risiko haben. Doch eines ist klar: Diabetes machte es auf vielen Ebenen schwieriger, mit einer Virus-Erkrankung umzugehen.

Man kann davon ausgehen, dass die Verunsicherung allgemein gross ist. Es ist deswegen wichtig, offen zu informieren. Die Hygiene- und Abstands-Massnahmen soll man sehr ernst nehmen und nicht vernachlässigen, denn so schützt man sich und andere Menschen – mit oder ohne Diabetes. Positiv zu vermerken ist, dass es in der COVID-19-Krise nie einen Versorgungsengpass bei Insulin oder Diabetes-Messgeräten gab. Die Versorgung ist auch weiterhin gewährleistet.

Fit trotz Pandemie

Sport ist für Menschen mit Diabetes wichtig. Jan Neuenschwander (er hat seit seinem 4. Lebensjahr Diabetes) erklärt, wie er sich in Zeiten der Pandemie fit hält – ohne Training mit der Mannschaft, ohne Kraftraum: Man kann vieles alleine machen, sei es drinnen oder draussen, beispielsweise mit dem eigenen Körpergewicht trainieren. Er fährt oft Velo, joggt und betont: Regelmässige Bewegung ist gesund. Er rät zu moderaten Belastungen, damit das Immun-System nicht durch Höchstleistungen geschwächt wird. Bewegung ist sehr wichtig für eine gute Einstellung des Diabetes.

Wie geht es im Sport weiter? Das beschäftigt in der gesamten Sportbranche viele Menschen. Wann darf man als Fan wieder ins Stadion? Wahrscheinlich noch längere Zeit nicht. Viele Clubs sehen sich einschneidenden wirtschaftlichen Folgen gegenüber. Aber immerhin könnten Geisterspiele via TV übertragen werden, was Einnahmen generieren würde. «Als Sportler in einem leeren Stadion zu spielen, ist sehr traurig», erklärt Jan Neuenschwander. Und doch könnte das ein kleiner Teil einer Lösung sein, auf die er immer noch hofft – denn auch im Sport sind unzählige Arbeitsplätze betroffen.

Digitale Sprechstunden

Das ‘new normal’ wird auch in Kliniken vorbereitet, wobei das Wichtigste ist, die Mitarbeitenden sowie Patientinnen und Patienten zu schützen. Neben persönlichen Sprechstunden wird vieles auch virtuell angegangen. Nicht zuletzt die moderne Diabetes-Technologie macht es möglich, interaktive digitale Sprechstunden anzubieten, sei es per Telefon oder über Video-Plattformen. Leider ist Online-Eishockey keine Option…

CGM

Beim Thema moderne Diabetes-Technologie tauschen sich die Teilnehmer auch über CGM aus. Jan Neuenschwander trägt eine Dexcom G6 und eine Insulinpumpe. Peter Walt nützt ebenfalls das Dexcom G6. Er hat mit 19 Jahren als Diabetiker mit einem Blutzuckermessgerät angefangen, bei dem man eine Minute auf das Resultat warten musste. Heute ist er sehr froh, dass er sich auf CGM verlassen kann und mit einem Blick auf seine Uhr[1] aktuelle Werte sieht. Er erzählt, dass früher, ohne CGM, Unterzuckerungen zum Teil unbemerkt geschahen - einmal sogar während einer Radiosendung, als seinen Kollegen auffiel, dass er unzusammenhängend sprach. Seit er den Sensor nützt, sei es «wie Tag und Nacht». Sein Dexcom G6 Sensor hilft ihm, früh genug zu reagieren.

Ohne Sensor erlebte er «massive Entgleisungen, mehrere Unterzuckerungen, Spitaleinweisungen, Bewusstlosigkeit und wirklich lebensbedrohliche Situationen». Heute ist er ausgeglichen und viel ruhiger dank Hilfe und Unterstützung der Technologie.

Das Schweizer Live-Event D>>Talk war ein grosser Erfolg, das Interesse war so gross, dass leider nicht alle Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beantwortet werden konnten.

Stay tuned: Wenn Sie keinen D>>Talk verpassen wollen: folgen Sie der Dexcom Schweiz Facebook Seite.

Quellen:

[1]Die Übertragung der Glukosewerte auf eine kompatible Smartwatch erfordert die gleichzeitige Nutzung eines kompatiblen Smartphones. Eine Liste kompatibler Geräte finden Sie unter https://www.dexcom.com/dexcom-international-compatibility

 

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